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Medizinische Hilfen

Die künstliche Befruchtung ist eine weltweit eingesetzte Methode. So wurden in Deutschland im Jahre 2003 18.872 Kinder mit Hilfe der künstlichen Befruchtung geboren, das entspricht 2,6 Prozent aller Neugeborenen. Zum Vergleich: In Dänemark waren es im gleichen Jahr 3,9 Prozent.

Bis zur Modernisierung des GKV-Gesetzes, die zum 1.4.2004 in Kraft trat, trugen die Krankenkassen die Behandlungskosten. Seitdem die Krankenkassen nur noch 50% der Behandlungskosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen, sinkt die Zahl der Behandlungen und damit die Zahl der Kinder, die mit Hilfe der künstlichen Befruchtung geboren werden. So wurden 2006 mit 6.519 Kindern fast zwei Drittel Kinder weniger geboren als im Jahre 2003. Die durchschnittliche Eigenbeteiligung von 1.600 Euro pro Behandlung  stößt an die finanziellen Grenzen vieler Paare. Allein in Bayern werden so jedes Jahr 1.000 Kinder weniger geboren.

Angesichts des politischen Willens, dass wieder mehr Kinder geboren werden, ist hier großer Handlungsbedarf. Das Berlin-Institut hat in seiner Studie „Ungewollt kinderlos“ i2007 errechnet, dass bis 2050 nach dem dänischen Modell (hier werden drei Behandlungen voll übernommen) 1,6 Millionen Kinder mehr geboren würden.

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