Sprung zum Inhalt | Sprung zur Navigation


 

„Für uns“ – das Junge-Leute-Projekt

Familienplanung setzt ganz früh an. Sie gehört bereits in die Köpfe junger Leute. Während Informationen über Sexualität und Verhütungen fest im Schulunterricht verankert sind, gibt es kaum Informationen und Gespräche über Fruchtbarkeit, Zeugungsfähigkeit und das Risiko, ungewollt kinderlos zu bleiben. Sie sind aber ein wichtiger Teil der Sexualpädagogik. Die Stiftung möchte daher das Thema Fertilität und Familienplanung

  • im Biologieunterricht, in den Biologieleistungskursen der Schulen verankern
  • über Informationskampagnen einbringen
  • in den Schwangerenberatungsstellen verankern
  • an die Jugendbetreuer herantragen

Die Stiftung möchte dazu sechs Wissens-Tools entwickeln:

Tool 1 Basiswissen

Wie lange lebt eine Eizelle? Wieviele Spermien produziert ein Mann? Wo findet die Befruchtung statt? Was ist eine Polkörperauslagerung? Wie verändern sich Eizellen und Spermien, wenn man älter wird? Spielerisch, über Videos, Filme wird wichtiges Grundwissen vermittelt.

Tool 2 Schutz vor Infektionen

Jugendliche erfahren, wie sie sich vor Infektionen schützen können und so bereits ab der Pubertät ihre Fruchtbarkeit sichern können. So sind z.B. Chlamydien der häufigste Verursacher sexuell übertragener Erkrankungen und können zu Eileiterverklebungen und damit zu Unfruchtbarkeit führen. Auch kann eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtern. Übertragen wird sie von Mädchen und Jungs gleichermaßen (Ping-Pong-Effekt). Rechtzeitig erkannt und behandelt schützen sich Mädchen vor einer späteren Unfruchtbarkeit und Jungs und Mädchen vor der Übertragung auf andere. Die Untersuchung  auf Chlamydien ist  eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Tool 3 Alter und Fruchtbarkeit

Wie beeinflusst das Alter die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen? Das biologische Zeitfenster bei Frauen ist eng. Bereits ab 35 Jahren sinken bei der Frau die natürliche Fruchtbarkeit und auch die Erfolgschancen der künstlichen Befruchtung. Beim Mann verringern sich mit zunehmendem Alter die Qualität der Spermien und die Trefferquote. Diese Zusammenhänge werden in der Bevölkerung deutlich unterschätzt. Auch wenn wir alle immer älter werden: Die biologische Uhr bei Mann und Frau tickt seit Jahrtausenden unverändert.

Tool 4 Lifestyle, Ernährung, Gewicht

Wie ernähre ich mich richtig, wie viel Sport kann ich treiben, wie möchte ich leben, damit ich später einmal Kinder haben kann? Mit Beginn der Pubertät werden die Weichen gestellt. Stress, zu enge Kleidung, falscher sportlicher Ehrgeiz, ungesunde Ernährung, übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss, Drogen, Anabolikamissbrauch, Magersucht und Übergewicht, auch Umwelteinflüsse – die jungen Leute erfahren, wie all diese Faktoren ihre Zeugungs- und Empfängnisfähigkeit beeinflussen. Bei Jungen verschlechtert sich zum Beispiel die Spermienqualität. Bei jungen Frauen verändert sich z.B. unter einem BMI von unter 19 oder bei einem BMI von über 25 die Qualität der Eizellen negativ . Gerade in jungen Jahren ist das Verhalten hier mitentscheidend für einen späteren erfüllten oder unerfüllten Kinderwunsch.

Tool 5 Ich und meine Fruchtbarkeit

Wie erleben Jungs und Mädchen und junge Erwachsene ihre Fruchtbarkeit? Wie wichtig ist ihnen dies? Wie kommt es zur Schwangerschaft? Wie kommt es zu Unfruchtbarkeit bei der Frau, beim Mann? Welche Verhaltensweisen sind schädlich für Zeugungsfähigkeit und Empfängnisfähigkeit? Wie ändert sich das mit dem Alter? Welche Folgen hat dies? Wie können junge Leute ihre Empfängnis- und Zeugungsfähigkeit bewahren, damit sie später einmal Kinder bekommen können? Auf all diese sensiblen Fragen will die Stiftung Antwort geben.

Tool 6 Faszination Embryo

Die Stiftung will Respekt vor dem Embryo vermitteln. Sie informiert über die frühe embryonale Entwicklung, von der Verschmelzung bis zur Implantation in der Gebärmutter.

nach oben